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Angst verstehen und wirksam begegnen: Sanfte Strategien für den Alltag von Erzieher/-innen

  • jenniferrohdenburg
  • 7. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Die Angst kann uns lähmen
Die Angst kann uns lähmen

Angst ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein natürlicher Schutzmechanismus.

Gerade im Kita-Alltag kann sie sich zeigen: Lampenfieber vor dem Morgenkreis, Sorge um die gelingende Betreuung oder die ständige Erwartung weiterer Herausforderungen. Wenn „Angst vor der Angst“ zum Dauerbegleiter wird, hilft es, die Mechanismen dahinter zu verstehen und mit sanften, alltagstauglichen Impulsen entgegenzusteuern.


Die Angst vor der Angst – ein unerkannter Doppelgänger


Wenn Körper und Geist durch ständige Wachsamkeit geradezu „angespannt“ bleiben, entstehen oft neue Ängste. Die sogenannte Erwartungsangst – die Furcht vor einem möglichen nächsten Anfall – kann belastender sein als die Angst selbst.


Das Gehirn entwickelt dabei Muster: Symptome wie Herzrasen oder Schwindel wird es automatisch mit der Bedrohung verknüpfen, selbst wenn objektiv keine Gefahr vorliegt. Unser challenge: diese neuronalen Verbindungen zu verändern – nicht durch steile Konfrontation, sondern durch gezielte Selbsthilfe.


Zwei sanfte Selbsthilfe-Techniken für mehr Gelassenheit


1. Positive Selbstgespräche & strukturelle Balance im Alltag

Negative Gedanken verstärken Ängste.

Ein bewusster Wandel im inneren Dialog – z. B. „Ich habe alles, um diese Situation zu meistern“ – kann neue, konstruktive Wege öffnen

Ein strukturierter Tagesablauf mit kleinen, erreichbaren Schritten stärkt Stabilität und reduziert Unsicherheit.


2. Die Pitching-Technik gegen innere Angstgespräche

Wenn sich ängstliche Gedanken immer wieder einreden („Ich schaffe das nicht“), reicht es oft, ihre Stimme lächerlich zu machen. Stell sie dir als Cartoonfigur in quakiger Entenstimme oder tief-mürrischem Monster vor – und schon ist ihre Macht gebrochen. Diese humorige Verzerrung hilft, Abstand zu gewinnen – und wirkt oft sofort.


Verstärkung durch fundierte psychotherapeutische Methoden


Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bietet bewährte Werkzeuge: Sie klärt über Angst auf (Psychoedukation), hinterfragt belastende Gedanken und führt schrittweise zur Gewöhnung (Habituation)


Ich nutze dazu die Bernhardt-Methode– entwickelt im Institut für moderne Psychotherapie – nutzt Erkenntnisse aus der Neuroplastizität, um Angst nachhaltig ohne schmerzhafte Konfrontation zu überwinden. Sie bietet sich besonders an, wenn klassische Methoden nicht greifen.


Impulse für den Kita-Alltag – kleine Gesten, große Wirkung


Fokus Anwendung im Kita-Alltag


| Selbstgespräch positiv gestalten | Vor dem Morgenkreis: „Ich bin bereit, den Tag mit Herz und Gelassenheit zu starten.“ |

| Tagesstruktur bewusst setzen | Pausen mit kleinen Ritualen wie Tiefer-Atempause oder Dankrunde fest verankern. |

| Pitching-Technik einsetzen | In Momenten innerer Anspannung: Die ängstliche Stimme als Cartoonfigur hören – und lächeln. |

| Leicht integrierbare KVT-Elemente | Gedanken hinterfragen: „Muss wirklich alles perfekt sein?“ – und neue Sichtweisen einbauen. |


Sanfte Selbststärkung statt Kampf

Impuls für dich:

Heute im Kita-Alltag: Wenn ein Moment der Anspannung auftaucht, höre deine Gedanken und wandele sie einmal „verpixelt“ um – in quakige Ducks oder tiefe Grübel-Monster. Beobachte, wie sich der Raum in dir verändert.

Manchmal reicht ein Lächeln – und die Angst verliert ihren Schrecken.


Und wenn du alleine nicht weiterkommst - Ich helfe Dir gerne, dich von deiner Angst zu verabschieden.


Deine Angstverabschiedungs-Coaching (mit einem Zwinkern)

 
 
 

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Jennifer Rohdenburg – die Lösungsfinderin für Kindertagesstätten

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