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Der Rucksack wird immer schwerer – Erwartungen leichter tragen

  • jenniferrohdenburg
  • 26. Sept. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Erzieher:innen stehen unter einem hohen Erwartungsdruck: von Eltern, Trägern und der Gesellschaft. Diese ständigen Anforderungen können zu einem Gefühl der Überforderung führen. Studien belegen, dass Erzieher:innen ein erhöhtes Risiko für stressbedingte Störungen haben.


Warum fühlt es sich so an?

Der ständige Versuch, allen gerecht zu werden, führt zu innerer Zerrissenheit. Das Gefühl, nie genug zu tun, kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.


Wissenschaftlicher Hintergrund:

Das Job-Demands-Resources-Modell erklärt, wie hohe Anforderungen ohne ausreichende Ressourcen zu Stress und Burnout führen können.


Kernidee:

Jeder Arbeitsplatz hat Anforderungen (Demands) und Ressourcen (Resources):

  1. Job-Demands (Anforderungen):

    • Alles, was Energie kostet oder Stress verursacht.

    • Beispiele: Zeitdruck, hohe Verantwortung, emotionale Arbeit, Lärm, komplexe Aufgaben.

    • Wenn Anforderungen dauerhaft hoch und Ressourcen gering sind, steigt das Risiko für Burnout, Erschöpfung und Stress.

  2. Job-Resources (Ressourcen):

    • Alles, was hilft, Anforderungen zu bewältigen, Motivation steigert oder Erholung fördert.

    • Beispiele: Unterstützung durch Kolleg:innen, klare Strukturen, Weiterbildung, Autonomie, positive Rückmeldungen.

    • Ressourcen können direkt motivierend wirken und die negativen Effekte von hohen Anforderungen abpuffern.

Kernaussage des Modells:

  • Balance ist entscheidend: Wenn die Anforderungen die vorhandenen Ressourcen übersteigen, entsteht Stress.

  • Ressourcen stärken Motivation: Selbst wenn Anforderungen hoch sind, können ausreichende Ressourcen helfen, engagiert, zufrieden und gesund zu bleiben.


Praxisbezug für Dich:

  • Hohe emotionale Arbeit, Zeitdruck und Multitasking = Demands

  • Kollegiale Unterstützung, klare Tagesstrukturen, Fortbildungen = Resources

  • Ziel: Ressourcen bewusst stärken, um die Belastungen des Kita-Alltags besser auszugleichen.


Alltagstipps:

  • Prioritäten setzen: Nicht alles ist gleich wichtig. Entscheide bewusst, was deine Aufmerksamkeit erhält.

  • Delegieren lernen: Aufgaben abgeben, um Entlastung zu erfahren.

  • Selbstfürsorge praktizieren: Regelmäßige Pausen und Auszeiten einplanen.


👉 In meinen Workshops zeigen wir dir, wie du deine Ressourcen erkennst und effektiv nutzt.

 
 
 

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